Erfolgreiche Rückkehr


Ittigen, 25. April 2022

 

Saisonstart 2022 - Sieg am Race across Italy - RAI

Isa hat einmal mehr eine unglaubliche Leistung vollbracht. Die Ittigerin gewinnt, trotz grosser gesundheitlicher Probleme im Vorfeld, das Race Across Italy bei den Frauen, zu welchem sie am Samstag um 10 Uhr in Silvi gestartet war. Im Overallklassement – Frauen und Männer - der Kategorie «Supported» belegt sie den ausgezeichneten 16. Platz. Isa benötigte für den Rundkurs über die letztendlich 754km und 10'000 Höhenmeter von der italienischen Ost- über den Apennin an die Westküste und wieder zurück in 31 Stunden und 16 Minuten. Damit hat sie ihre bisherige persönliche Bestleistung aus dem Jahre 2019, wo sie das Rennen bei den Frauen auf Platz zwei beendet hatte, um 1 Stunde und 16 Minuten verbessert. Was für eine Leistung, nachdem sie im März grosse gesundheitliche Hürden zu überwinden hatte. 

 

Blendende Form

Isa sei in blendender Verfassung ohne Krisen ein gelöstes Rennen gefahren, sagt ihr Betreuer und Teamchef vor Ort, Bruno Rüegg. «Ich habe ihrem Gesichtsausdruck angesehen, dass Isa bewusst war, wieder voll bei Kräften zu sein.» Er und sein Team haben mit der entsprechend professionellen Unterstützung das Ihrige dazu beigetragen.

Isa wird heute in die Schweiz zurückkehren und sich medizinischen Checks unterziehen. Anschliessend wird die Saison konkret geplant und angegangen.

Wir gratulieren Isa und ihrem Team zur hervorragenden Leistung und bedanken uns bei Ihnen, liebe Sponsoren, Gönner und Freunde für die grossartige Unterstützung.

 

Ganz besonders bedanken wir uns bei der Betreuercrew. Diesmal am Start waren:

 

Bruno "Bubu" Rüegg, Teamchef

Noah Rüegg, Timo Rüegg sowie Evelyne Trosi

 

"Ohne diese Unterstützung hätte ich es nicht geschafft, so zurückzukehren" freut sich Isa nach dem Race. Sie sei sehr glücklich und dankbar, dass es ihr bereits so rasch wieder gut geht und sie die gesundheitlichen Probleme so positiv verarbeiten konnte: "Dies ist überhaupt nicht selbstverständlich, dessen bin ich mir sehr wohl bewusst" schliesst Isa die Race Zusammenfassung ab. 

 

Ich möchte mich zudem bei den Organisatoren des RAI ganz herzlich für ihren Einsatz bedanken. Ich werde stets sehr herzlich empfangen. Grazie!

 

Überschattet wurde das RAI 2022 vom tragischen Unfall von Pavel Talaga. Er war als Self Supporter unterwegs und verlor dabei sein Leben. Auf diesem Weg möchten wir der Familie, seinen Angehörigen und Freunden, unser Beileid aussprechen und ihnen viel Kraft wünschen. In Gedanken sind wir bei euch. 

 

Sportliche Grüsse,

eure Isa

 

Bilder und ein Rennbericht folgen...


Glück im Unglück und unendlich dankbar


Ittigen, 19. April 2022

 

Glück im Unglück und unendlich dankbar

Liebe Sponsoren, Gönner, Medienschaffende, Freunde und Bekannte

 

Es ist schon eine Weile her, dass ich mich bei euch gemeldet habe. Dies hat zwei gewichtige Gründe. Zum einen hat die neue Radsaison erst begonnen und meine Saisonplanung sah vor, dass ich am kommenden Wochenende einsteigen werde. Zum anderen hatte ich schwerwiegende gesundheitliche Probleme, die glücklicherweise ohne Konsequenzen bleiben werden. Ich hatte am 1. März eine Hirnblutung erlitten. Dank der schnellen Reaktion meines Mannes Daniel, der hochprofessionellen Betreuung durch Neurologen und Sportärzte unmittelbar nach dem Vorfall und der anschliessenden Rekonvaleszenz, können wir nach vielfältigen Tests und Abklärungen sagen, dass ich weiterhin in allen Belangen voll leistungsfähig sein werde. Ich hatte riesiges Glück im Unglück und möchte mich bei allen, die mich in dieser herausfordernden Zeit begleitet und unterstützt haben, von Herzen bedanken. Mir ist bewusst, dass zwischen diesem schweren gesundheitlichen Vorfall und der hohen Belastung, welcher ich mich in meinem Sport aussetze, in der Öffentlichkeit schnell ein Zusammenhang hergestellt werden kann. Meine betreuenden Ärzte in der Neurologie und Sportmedizin haben mir jedoch versichert, dass hier keinerlei Relation besteht – im Gegenteil. Diese schwerwiegende Erkrankung habe ich vor allem dank meiner starken körperlichen Verfassung aussergewöhnlich gut überstanden und mich dementsprechend schnell erholt. Für die Krankheit ausschlaggebend dürfte vielmehr eine familiäre Vorbelastung sein. Tagtäglich arbeite ich als Physiotherapeutin mit Menschen, denen ähnliches widerfahren ist und nun mit einschneidenden Beeinträchtigungen leben müssen. Meine Geschichte hilft mir, mich diesen Menschen noch näher zu fühlen und ihnen noch mehr Unterstützung und Hilfestellungen geben zu können, um ihre Gesundheit zu fördern und ihnen den Alltag zu erleichtern.

 

Race Across Italy als Test

Was meine Leistungsfähigkeit im Sport betrifft, bin ich auf sehr guten Wegen. Anfang April war ich mit meinem medizinischen Betreuer Bruno Rüegg für eine Woche in Spanien im Trainingslager. Wir haben behutsam begonnen und Umfang sowie Belastung kontinuierlich gesteigert. Die Tests nach meiner Rückkehr vergangene Woche waren so erfreulich, dass ich von den Ärzten und meinem Betreuerteam grünes Licht für den Start am Race Across Italy vom kommenden Wochenende bekommen habe. Das Rennen startet am 23. April, führt über 775km und 10'000 Höhenmeter von Silvi an der Adria quer durch den Stiefel über den Apennin ans Tyrrenhische Meer und zurück. Für mich ist dies ein wichtiger Test, um zu sehen, wie mein Körper auf die Belastung reagiert. Das Resultat spielt eine Nebenrolle.

Nach diesem Wochenende, den nachfolgenden Tests und Besprechungen werden wir meine Saisonplanung konkret angehen. Gerne halte ich euch auf dem Laufenden. Für eure Unterstützung bedanke ich mich herzlich.

 

Sportliche Grüsse,

eure Isa                                            


Meine Saison 2022 - Diese Rennen möchte ich fahren


Race Across Italy; im April starte ich mit dem RAI in meine Saison. In Italien werde ich zum dritten Mal dabei sein. Einmal konnte ich dieses Rennen gewinnen, einmal war ich Zweite. Diese Resultate möchte ich wiederholen. Das Race Across Italy ist mit 775 km und 10'500 Höhenmetern der ideale Einstieg. Berge und Flächen wechseln sich ab. 

 

Im Juni wollte ich ursprünglich am Race Across Europe teilnehmen. Dieses Race wurde auf 2023 verschoben. Daher habe ich mich entschieden, das Race across France zu fahren. Es wird eine Premiere für mich, nehme ich doch das erste Mal daran teil. Start ist am 18. Juni, 2'500 km ist die Distanz. Ich freue mich sehr, etwas Neues in Angriff zu nehmen. 

 

24-Stunden-WM Borrego; und dann starte ich im Oktober 2022 meinen dritten Anlauf, die 24-Stunden-WM in Borrego zu fahren. Ich hoffe sehr, endlich daran teilnehmen zu können. Denn - dieser WM Titel reizt mich enorm. 

 

Ich hoffe, dass alle von mir geplanten Wettkämpfe stattfinden können. Mein Training habe ich bereits aufgenommen. Ein dreiwöchiges Trainingslager über Weihnachten ist bereits Geschichte. Es folgen zwei Weitere Camps in Südspanien, viele Kilometer auf der Rolle. Dazu Krafttraining und polysportive Disziplinen (z.B. Telemark) auf meinem Trainingsplan.

Ein weiteres Highlight in diesem Jahr wird die Heim-WM im Powerchair Hockey sein. Diese finden im August in Nottwil / Sursee statt. Dort werde ich voraussichtlich als Classifierin mit dabei sein. 

Sportliche Grüsse

ISA