24 h WM - Vorbereitung


Anfang November finden in Borrego Springs - USA die 24 Hour World Time Trail Championships statt. In diesem Jahr bilden diese - nach der erfolgreichen EM - Teilnahme - mein Saisonhöhepunkt. Ich freue mich schon sehr auf den Start. Im Moment bereite ich mich vor.

 

Mein Plan

Bis 20.10.2022    Trainings in der Schweiz (Kraft, Velo, Stabilität)

ab 21.10.2022     Flug in die USA mit anschl. Angewöhnungszeit (Trainings auf der Strecke)

am 4./5.11.2022   Start Race

 

Ich möchte bereit sein und versuchen, den WM - Titel zu holen. 

 

In nächster Zeit werde ich hier und auf meinen sozialen Kanälen laufend darüber informieren. 


WUCA - 24 h EM Titel


Am SLO24 h hat sich Isa den WUCA - EM Titel bei den Damen gesichert. Sie fuhr 836 km in den

24 h. Bei grosser Hitze (etwas über 38 Grad) konnte sie einen 35,43 km/h Schnitt herausfahren. „Ich bin überglücklich“ sagt Isa am Ziel. „Ich habe mich kurzfristig zum Start entschlossen, wollte in einer Wettkampfsituation Hitze trainieren und meine Ernährung im Hinblick auf die 24 h WM in Borrego USA im November verfeinern. Dass es nun so kurz nach dem Race across France so gut lief, ist der Hammer“ erklärt sie ihre Gefühlslage. 

mehr Infos und Bilder zum Race folgen … 


Sieg am Race across France


Isa Pulver gewinnt Race across France

Im Overallklassement belegt die Ultracyclistin den sensationellen zweiten Platz

 

Am vergangenen Samstag um 20.14 Uhr in Le Touquet Paris Plage im Nordosten Frankreichs gestartet, hat die Ittigerin am letzten Freitag Abend um 20.00 Uhr als beste Frau und Zweite overall das Ziel in Mandelieu-La-Napule in der Nähe von Cannes erreicht. Isa benötigte für die 2'600 km und rund 38'000 Höhenmeter 5 Tage 21 Stunden und 16 Minuten. Die Strecke führte nach einer ersten flachen Hälfte in die Berge, u.a. über den aus der Tour de France bekannten Mont Ventoux. 

 

Müde aber überglücklich und voller Demut

Die gebürtige Wetzikerin ist überglücklich: "Ich bin meinem Mann und Coach, Daniel, den grossartigen Helferinnen und Helfern in meinem Team einfach nur dankbar", meint sie nach dem Ziel. "Ich durfte Geschichte schreiben. Knappe vier Monate nach meiner Hirnblutung eine solche Leistung abrufen zu können, erfüllt mich mit grosser Demut." Isa Pulver konnte ihren Plan vollumfänglich umsetzen. Alle 24 Stunden wurde eine Schlafpause von zwei Stunden eingelegt. Dazu kamen wenige kurze Unterbrüche, unter anderem für Kleiderwechsel. Ihr Ziel, diese 2'600 Kilometer innerhalb von 144 bis 150 Stunden zu absolvieren, hat die leitende 

Physiotherapeutin der Stiftung Rossfeld in Bern klar unterboten. 


Sieger unter sich
Sieger unter sich
Silvia Teammitglied und Isa überglücklich am Ziel
Silvia Teammitglied und Isa überglücklich am Ziel

Erfolgreiche Rückkehr


Ittigen, 25. April 2022

 

Saisonstart 2022 - Sieg am Race across Italy - RAI

Isa hat einmal mehr eine unglaubliche Leistung vollbracht. Die Ittigerin gewinnt, trotz grosser gesundheitlicher Probleme im Vorfeld, das Race Across Italy bei den Frauen, zu welchem sie am Samstag um 10 Uhr in Silvi gestartet war. Im Overallklassement – Frauen und Männer - der Kategorie «Supported» belegt sie den ausgezeichneten 16. Platz. Isa benötigte für den Rundkurs über die letztendlich 754km und 10'000 Höhenmeter von der italienischen Ost- über den Apennin an die Westküste und wieder zurück in 31 Stunden und 16 Minuten. Damit hat sie ihre bisherige persönliche Bestleistung aus dem Jahre 2019, wo sie das Rennen bei den Frauen auf Platz zwei beendet hatte, um 1 Stunde und 16 Minuten verbessert. Was für eine Leistung, nachdem sie im März grosse gesundheitliche Hürden zu überwinden hatte. 

 

Blendende Form

Isa sei in blendender Verfassung ohne Krisen ein gelöstes Rennen gefahren, sagt ihr Betreuer und Teamchef vor Ort, Bruno Rüegg. «Ich habe ihrem Gesichtsausdruck angesehen, dass Isa bewusst war, wieder voll bei Kräften zu sein.» Er und sein Team haben mit der entsprechend professionellen Unterstützung das Ihrige dazu beigetragen.

Isa wird heute in die Schweiz zurückkehren und sich medizinischen Checks unterziehen. Anschliessend wird die Saison konkret geplant und angegangen.

Wir gratulieren Isa und ihrem Team zur hervorragenden Leistung und bedanken uns bei Ihnen, liebe Sponsoren, Gönner und Freunde für die grossartige Unterstützung.

 

Ganz besonders bedanken wir uns bei der Betreuercrew. Diesmal am Start waren:

 

Bruno "Bubu" Rüegg, Teamchef

Noah Rüegg, Timo Rüegg sowie Evelyne Trosi

 

"Ohne diese Unterstützung hätte ich es nicht geschafft, so zurückzukehren" freut sich Isa nach dem Race. Sie sei sehr glücklich und dankbar, dass es ihr bereits so rasch wieder gut geht und sie die gesundheitlichen Probleme so positiv verarbeiten konnte: "Dies ist überhaupt nicht selbstverständlich, dessen bin ich mir sehr wohl bewusst" schliesst Isa die Race Zusammenfassung ab. 

 

Ich möchte mich zudem bei den Organisatoren des RAI ganz herzlich für ihren Einsatz bedanken. Ich werde stets sehr herzlich empfangen. Grazie!

 

Überschattet wurde das RAI 2022 vom tragischen Unfall von Pavel Talaga. Er war als Self Supporter unterwegs und verlor dabei sein Leben. Auf diesem Weg möchten wir der Familie, seinen Angehörigen und Freunden, unser Beileid aussprechen und ihnen viel Kraft wünschen. In Gedanken sind wir bei euch. 

 

Sportliche Grüsse,

eure Isa

 

Bilder und ein Rennbericht folgen...


Glück im Unglück und unendlich dankbar


Ittigen, 19. April 2022

 

Glück im Unglück und unendlich dankbar

Liebe Sponsoren, Gönner, Medienschaffende, Freunde und Bekannte

 

Es ist schon eine Weile her, dass ich mich bei euch gemeldet habe. Dies hat zwei gewichtige Gründe. Zum einen hat die neue Radsaison erst begonnen und meine Saisonplanung sah vor, dass ich am kommenden Wochenende einsteigen werde. Zum anderen hatte ich schwerwiegende gesundheitliche Probleme, die glücklicherweise ohne Konsequenzen bleiben werden. Ich hatte am 1. März eine Hirnblutung erlitten. Dank der schnellen Reaktion meines Mannes Daniel, der hochprofessionellen Betreuung durch Neurologen und Sportärzte unmittelbar nach dem Vorfall und der anschliessenden Rekonvaleszenz, können wir nach vielfältigen Tests und Abklärungen sagen, dass ich weiterhin in allen Belangen voll leistungsfähig sein werde. Ich hatte riesiges Glück im Unglück und möchte mich bei allen, die mich in dieser herausfordernden Zeit begleitet und unterstützt haben, von Herzen bedanken. Mir ist bewusst, dass zwischen diesem schweren gesundheitlichen Vorfall und der hohen Belastung, welcher ich mich in meinem Sport aussetze, in der Öffentlichkeit schnell ein Zusammenhang hergestellt werden kann. Meine betreuenden Ärzte in der Neurologie und Sportmedizin haben mir jedoch versichert, dass hier keinerlei Relation besteht – im Gegenteil. Diese schwerwiegende Erkrankung habe ich vor allem dank meiner starken körperlichen Verfassung aussergewöhnlich gut überstanden und mich dementsprechend schnell erholt. Für die Krankheit ausschlaggebend dürfte vielmehr eine familiäre Vorbelastung sein. Tagtäglich arbeite ich als Physiotherapeutin mit Menschen, denen ähnliches widerfahren ist und nun mit einschneidenden Beeinträchtigungen leben müssen. Meine Geschichte hilft mir, mich diesen Menschen noch näher zu fühlen und ihnen noch mehr Unterstützung und Hilfestellungen geben zu können, um ihre Gesundheit zu fördern und ihnen den Alltag zu erleichtern.

 

Race Across Italy als Test

Was meine Leistungsfähigkeit im Sport betrifft, bin ich auf sehr guten Wegen. Anfang April war ich mit meinem medizinischen Betreuer Bruno Rüegg für eine Woche in Spanien im Trainingslager. Wir haben behutsam begonnen und Umfang sowie Belastung kontinuierlich gesteigert. Die Tests nach meiner Rückkehr vergangene Woche waren so erfreulich, dass ich von den Ärzten und meinem Betreuerteam grünes Licht für den Start am Race Across Italy vom kommenden Wochenende bekommen habe. Das Rennen startet am 23. April, führt über 775km und 10'000 Höhenmeter von Silvi an der Adria quer durch den Stiefel über den Apennin ans Tyrrenhische Meer und zurück. Für mich ist dies ein wichtiger Test, um zu sehen, wie mein Körper auf die Belastung reagiert. Das Resultat spielt eine Nebenrolle.

Nach diesem Wochenende, den nachfolgenden Tests und Besprechungen werden wir meine Saisonplanung konkret angehen. Gerne halte ich euch auf dem Laufenden. Für eure Unterstützung bedanke ich mich herzlich.

 

Sportliche Grüsse,

eure Isa                                            


Rennen 2022 - Meine Saison